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SHILPA GUPTA
WIE DU MIR.
Gegenbilder für transkulturelles Denken und Handeln
(Gruppenausstellung)

MINORITENGalerien, Graz
4. Oktober - 9. November 2008

Eröffnung Samstag, 4. Oktober 2008, 14 Uhr

MINORITENGalerien Graz
im Priesterseminar
Bürgergasse 2
Graz

Kuratiert von Roman Grabner (A), Alois Kölbl (A) und Johannes Rauchenberger (A)

Teilnehmende Künstler: Danica Dakic , (BHI), Tomáš Džadoň, (SK), Donna Conlon (US), Ergin Çavuşoğlu, (BG), Juan Manuel Echavarría (CO), Christan Eisenberger (A), Gyula Fodor (H), Shilpa Gupta (IN), Taline Kechichian (LB), Magdalena Kunz/Daniel Glaser (CH), Via Lewandowsky (D), Ariel Orozco (CU), Martin Osterider (A), Adrian Paci (AL), Lidwien van de Ven (NL), Daphna Weinstein (IS), Gernot Wieland (A)

Weitere Informationen www.minoritenkulturgraz.at

Lebensglück für alle! Das scheitert. Der kategorische Imperativ hört auf beim Anderen, dem Unbekannten, dem Nicht-Vertrauten. Fremde Sitten, Religion, andere Sprachen, ja selbst Hautfarben bilden den Baustoff für Barrikaden der Angst auch um die Festung Europa. Strategien, diese zu durchbrechen, erscheinen als zunehmend hilflos. Xenophobes Denken und Handeln wird zum Unglück all jener, die ihre Herkunftsländer verlassen und sich nicht nur mit ihren Nöten, sondern auch mit ihren Ideen und Träumen auf die Suche machen nach einer besseren Zukunft. Ein zentraler Aspekt der „Gegenbilder für transkulturelles Denken und Handeln“ sind jene Stereotypen, die sich als Begleiterscheinung von Fremdenfeindlichkeit in den Köpfen festsetzen.

An dieser Stelle öffnet sich für die Kunst ein Wirkungsfeld: Alternative Bilder sind möglich und an der Entwicklung der Gegenwart wird auch unter anderen Vorzeichen gearbeitet. Solche Gegenbilder ermächtigen dazu, den Blick zu schärfen und die eigenen, im Kopf gespeicherten Vorstellungen zu revidieren. „wie du mir“ arbeitet an Gegenbildern für ein Denken und ein Handeln jenseits nationaler, kultureller und religiöser Begrenzungen.


„WIE DU MIR“ ist ein großes Vernetzungsprojekt in diesem steirischen Herbst. In den Ausstellungsteilen in den Minoriten Galerien im Priesterseminar und in der KHG befragt es das Integrationspotential des Fremden im kulturellen, nationalen und religiösen Bereich.  Sind „andere Bilder“ möglich, als jene, die wir bislang für wahr und geschichtsbildend hielten? Bilder für transkulturelles Denken in der Polarität von Integration und Fremdheit, von Subversivität und Schönheit, ja von Ohnmacht und Menschlichkeit sind zu sehen. Die Bedingungen dabei sind globale Migration, verlassene und fremd gewordene Heimat und zu Hilfe kommende Religion. Drei Etagen des historischen Priesterseminars werden in dieser Ausstellung bespielt.