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SUSAN HILLER
THE J. STREET PROJECT
(Einzelausstellung)

Kunst-Raum, Deutscher Bundestag, Berlin
15. Oktober 2008 - 11. Januar 2009

Eröffnung 14. Oktober 2008, 19 Uhr
Öffnungszeiten Dienstag - Sonntag, 11 - 17 Uhr
Eintritt frei

Kunst-Raum des Deutschen Bundestages
Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
Schiffbauerdamm
10117 Berlin
Tel. (030) 227-32027

Weitere Informationen: www.kunst-im-bundestag.de

Am 14. Oktober 2008 um 18 Uhr eröffnet Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert die Ausstellung „The J. Street Project“ von Susan Hiller.

Die Serie „The J. Street Project“ von Susan Hiller (geb. 1942 in Tallahassee in Florida) setzt sich auf ganz eigene und sehr berührende Weise mit der Problematik deutsch-jüdischer Vergangenheit auseinander. Die Künstlerin hat im Rahmen eines DAAD-Aufenthaltes Straßenschilder in Deutschland entdeckt und fotografiert, auf denen noch das Wort „Jude“ erscheint. Susan Hillers Reise durch Deutschland findet ihren künstlerischen Niederschlag in über 300 Fotografien, einer Liste der betreffenden Orte und Straßen, einer Landkarte von Deutschland, einer Videoinstallation sowie in einem umfangreichen Buch. Die Erinnerungsarbeit der Künstlerin deckt die Spuren der Vergangenheit auf und verweist so auf den schmerzlichen Verlust einer einstigen, reichen jüdischen Kultur in Deutschland. Ihre Fotografien, die auch das jeweilige Umfeld von Stadt, Dorf und Landschaft zeigen, sind melancholisch und abgründig insofern, als sich hinter deren scheinbarer Idylle die Erinnerung an ein unfaßbares Verbrechen verbirgt. So nehmen diese Fotos uns mit auf eine Spurensuche quer durch Deutschland und mahnen den Betrachter, angesichts der Verletzlichkeit und latenten Bedrohung humaner Werte sich ihrer schützend anzunehmen.


Pressespiegel:

"Hiller versteht das J-Street-Projekt als Erinnerungsarbeit. Das ist ihr hervorragend gelungen." (taz)
www.taz.de

"Tipp der Woche: die US-Konzeptkünstlerin Susan Hiller setzt sich auf berührende Weise mit der Problematik deutsch-jüdischer Vergangenheit auseinander." (art-online)
www.art-magazin.de