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THOMAS FLORSCHUETZ
aus/gezeichnet/zeichnen
(Gruppenausstellung)

Käthe Kollwitz Museum Köln
12. März - 9. Mai 2010 Weitere Informationen: www.kollwitz.de


Künstler: Gerhard Altenbourg, Dieter Appelt, Armando, Frank Badur, Joseph Beuys, 
Eberhard Blum, Lothar Böhme, Eduardo Chillida, Emil Cimiotti, Carlfriedrich Claus,      Anthony Cragg, Tacita Dean, Jim Dine, Arnold Dreyblatt, Hartwig Ebersbach, Bogomir Ecker, Ulrich Erben, Valie Export, Thomas Florschuetz, Jochen Gerz, Bruno Goller,       Dieter Goltzsche, Gotthard Graubner, Erich Hauser, Erwin Heerich, Bernhard Heiliger, Karl Horst Hödicke, Rebecca Horn, Alfonso Hüppi, Magdalena Jetelová, Joachim JohnIvan, KafkaGerhard, KettnerRonald, B. Kitaj, Willem de Kooning, Christina Kubisch, Raimund Kummer, Bernhard Luginbühl, Marwan, Bruce Nauman, Wolfgang Petrick, Hermann Pitz, Arnulf Rainer, Markus Raetz, Bridget Riley, Karin Sander, Hanns Schimansky, Michael Schoenholtz, Emil Schumacher, Richard Serra, K. R. H. Sonderborg, Daniel Spoerri, Klaus Staeck, Walter Stöhrer, Werner Stötzer, Rolf Szymanski, Antoni Tàpies, André Thomkins, Rosemarie Trockel, Günther Uecker, Hans Uhlmann, Micha Ullman, Emilio Vedova, Hans Vent, Dorothee von Windheim, Klaus Wittkugel

Die Ausstellung der Mitglieder der Sektion Bildende Kunst stellt den gewandelten Begriff von Zeichnung in der gegenwärtigen bildenden Kunst zur Diskussion. Im Vordergrund steht dabei die autonome Funktion des Zeichnens in der künstlerischen Praxis. Neben traditionellen Verfahrensweisen verdeutlichen fotografische und digitale Konzeptionen sowie hybride Mischformen die enorme Spannweite des zeitgenössischen Zeichnungsbegriffs.

Ein Teil der Exponate erfüllt die Erwartung, dass Zeichnen eine Sache von Stift, Griffel oder Feder auf Papier sei: von Kettners Porträtköpfen über Stötzers Aktzeichnungen bis zu Schimanskys subtilen Spuren im Unbestimmten. Doch der zeichnerische Impetus hat längst auch auf die Malerei übergegriffen (Ebersbach, Rainer, Stöhrer u. a.); und das Zeichnen im Raum ist nicht mehr nur eine Sache der Skulptur, sondern umfasst installative und konzeptionelle Arbeiten gleichermaßen (Kummer, Raetz, Sander), während die Bildhauer selber mit entschiedenen Formulierungen autonomen zeichnerischen Denkens aufwarten (Cragg, Luginbühl, Schoenholtz, Serra).

Die fotografischen Beiträge machen deutlich, dass die anfängliche Bestimmung der Fotografie als »Photogenic Drawing« nach wie vor aktuell ist (Export, Florschuetz, Jetelová, Wittkugel). Daneben zeigen Dean, Ecker und Uecker, wie sich der zeichnerische Gestus auch in unkonventionellen Materialien und alltäglichen Fundstücken auszudrücken vermag. Claus, Gerz und Thomkins loten die Nähe der Zeichnung zur Schrift aus. Dass Aufzeichnen und Transformieren kreative Prozesse sein können, wenn sie Unbekanntes und Noch-nie-Gesehenes anschaulich vergegenwärtigen, beweisen die sehr unterschiedlichen Vorgehensweisen von Appelt, Dreyblatt und Kubisch.

»aus / gezeichnet / zeichnen«, kuratiert von Robert Kudielka, Michael Schoenholtz und Inge Zimmermann, ist die erste gemeinsame Ausstellung von Mitgliedern der Sektion Bildende Kunst seit 1993, dem Jahr der Vereinigung beider Akademien (Ost/West). Gezeigt werden etwa 450 Werke von 66 Künstlern. Ausgewählte Arbeiten verstorbener Mitglieder wie Beuys, Claus, Thomkins und Vedova lassen zudem die historische Tragweite der Veränderung des Zeichnens sichtbar werden.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 182 Farb- und NovaTon- Abbildungen, 240 Seiten, mit Texten von den Mitgliedern der Sektion Bildende Kunst Hubertus von Amelunxen, Wulf Herzogenrath, Jan Hoet, Werner Hofmann, Robert Kudielka und Jörn Merkert. ISBN 978-3-88331-127-2, Preis in der Ausstellung € 30